Der PhoCus Wright Bloggers Summit auf der ITB 2010 startet heute wie immer mit der “Town Hall”, diesmal moderiert von Philip Wolf, Präsident und CEO von PhoCus Wright. Viele interessante Blogger aus der Reiseindustrie sind hier: Guido van den Elshout zum Beispiel von Happy Hotelier, Reinhard Lanner, Patriot aus dem Lammertal oder Arndt Aschenbeck, der den eBlog der Tourismus-Fachmagazines fvw betreut. Die Frage, ob jemand heute den Kurznachrichtendienst Twitter verwendet oder nicht, stellt sich im Gegensatz zum Vorjahr längst nicht mehr – es wird vielmehr Bilanz gezogen, ob Twitter oder Facebook oder LinkedIn (das englischsprachige Pendant zum deutschen Xing) der beste und effektivste Weg sind, mit Kunden oder Geschäftspartnern zu kommunizieren. Aktuelle Themen sind vor allem Apps, und als nächstes werden Mobillösungen fürs Auto und Ethernet aus der Steckdose kommen.
Und im nächsten Jahr wird der 4. Bloggers Summit wahrscheinlich nicht mehr so heißen, sondern “Social Media Summit”, denn wie Bruce Rosard von PhocusWright im “Interactive Meeting and Idea Sharing” hervorhebt, hat sich das Thema Blogging ein wenig abgenutzt. Tourismusentscheider lesen inzwischen eher RSS Feeds und Twitternachrichten über Portale wie Tweetdeck, mit Hilfe derer sich die Informationsflut individuell filtern lässt. In Asien hingegen sind Blogger sogar angesehener als klassische Journalisten (was teilweise bestimmt an der Pressezensur und staatlicher Kontrolle klassischer Medien liegt): In Singapur werden sogar Awards für verschiedene Kategorien von Blogs vergeben. Absoluter Shootingstar des Summit-Auditoriums ist das vor einem halben Jahr gelaunchte Tourismus-News-Portal tnooz (siehe auch unser Interview mit Gründer und Chefredakteur Kevin May in diesem Blog): Praktisch jeder der Anwesenden gab an, regelmässig tnooz zu lesen.
Ein großes Kompliment gilt PhoCus Wright: Gute Organisation, die Moderationen sind klasse (danke Philip Wolf, Bruce Rosard und Kevin May), die lancierten Themen (“provoking thoughts discussion” ist das Motto) und die Antworten der Teilnehmer entsprechend inspirierend. Auch was die Technik angeht, sind die Amerikaner weiter als wir: auf den Kongressen der ITB Convention muss das Auditorium in Zeiten des Web 2.0 und Smart Phones tatsächlich noch SMS an das Podium schicken lassen, während PhoCus Wright selbstverständlich mit Twitter arbeitet. Und die ITB-App ist zwar praktisch, weil man den Messekatalog nicht mehr mitschleppen muss, aber im Gegensatz zu der von PhoCus Wright letztendlich mehr ein mobiler Messekatalog als eine interaktive App.


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Sie sind ja richtig fix. Der Vortrag ist noch nicht vorbei, und die ersten Statements zum Thema brand mangement mit Herrn Frers haben Sie schon eingestellt. Probieren Sie das mal mit dem iPhone!
Dank an Tnooz!
Sie brauchen ein netbook, Herr Hägele!