Die Villa Kennedy will für ihre Gäste Zeit, Ruhe und Stille stiften. Auch wenn sie nur einem Katzensprung von Frankfurts Betonwüste “Mainhattans” entfernt ist, gelingt ihr das.
Da ist diese kanadische Eiche im Innenhof der Villa Kennedy, welche den Besucher irgendwie magisch anzieht. Ihre Blätter leuchten auf geheimnisvolle Weise mal in intensivem Rot, mal im herbstlichen Braun. Immer wieder sieht man Gäste – nach dem Frühstück, am frühen Nachmittag – wie sie im Innenhof oder auf der kleinen Empore, die sich am Hauptflügel der Villa über den Hof erhebt, herumstehen. Im Business-Outfit, mit dem Blackberry in der Hand, schauen sie fast sehnsuchtsvoll auf dieses Solitär der Natur. Es ist ein kurzes Innehalten, welches ihnen vergönnt bleibt, bevor es sie in das Haifischbecken der Finanzwelt zurückspült.
Die Villa Kennedy im noblen Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen ist so etwas wie der Rückzugsraum der Tüchtigen und Erfolgreichen. Das Luxus-Hotel gehört zur britischen The Rocco Forte Collection, bei der keines der insgesamt 13 Luxushotels dem anderen gleicht. Fast alle sind liebevoll restaurierte Altbauten. “Wir glauben, dass Luxus einfach und elegant gehalten werden sollte”, heißt es in einer Unternehmensdarstellung der The Rocco Forte Collection. Das Interieur der Villa Kennedy folgt diesem Leitsatz mit Eleganz und Understatement. Nichts schreit “Seht her, wird sind das teuerste Hotel in Frankfurt”. Die Exklusivität kommt in der Summe vieler Details zum Vorschein: Der Aufmerksamkeit des Personals, dem zuvorkommenden Service, sowie der hervorragenden Qualität der Produkte: Angefangen beim Frühstücksbuffet über die hochwertigen Guest Amenities im Bad bis zum Shoe Butler Service, um nur einige zu nennen. Klitzekleines Manko: Der Gast wird leider für die Benutzung des W-Lan auf dem Zimmer zur Kasse gebeten.
Im Restaurant „Gusto“ der Villa Kennedy zelebriert Chefkoch Dario Cammarata Gerichte aus seiner italienischen Heimat, die von der äußerst aufmerksamen Servicecrew in angenehm unprätentiöser Manier aufgetischt werden. Als alleinreisende (und dinierende) Frau bekommt man eine Lektüre zur Überbrückung der Wartezeit angeboten, Sonderwünsche bei der Zubereitung werden ohne viel Aufhebens erfüllt. Die JFK’s Bar & Lounge steht unter der fachmännischen Führung des mehrfach ausgezeichneten Barmanns Krischan Knoll, an den man seine Cocktail-Wünsche vertrauensvoll richten kann.
Eine Oase der Ruhe ist auch das 1000 Quadratmeter große “Villa Spa” des Fünf-Sterne-Hotels gleich neben der historischen Villa Speyer, das sich über vier Ebenen erstreckt. Einen Spa-Termin sollte man sich nicht entgehen lassen, die Auswahl an Treatments wartet auch mit maßgeschneiderten Programmen für Gäste mit wenig Zeit auf. Erst kürzlich hat das Hotel sein Angebot mit der spanischen Gesichtspflegeserie Sepai eine neue, extrem hochpreisige Linie erweitert. In der Kombination mit Nahrungsergänzungsmitteln bildet sie sozusagen das “molekular-biotechnologische” Gegenstück zu den anderen Bio-Marken im Haus.
Das Hotel leistet sich noch einen 15-Meter-Pool, in welchem auch Sportschwimmer entspannt ihre Runden ziehen können. Bei Betreten fällt einem sofort die strenge Schlichtheit des Innenbereichs ins Auge. Keine Wandbemalung, kein Stuck verwässert den puristischen Raumeindruck. Gleich angrenzend zum Poolbereich, der an einer Längsseite von großen Rundbogenfenstern flankiert wird, befindet sich ein Garten, welcher im Sommer den Spa-Gästen exklusiv zur Verfügung steht. Lässt man von hier aus den Blick etwas weiter schweifen, rutscht schon ein modernes Hochhaus ins Blickfeld. Eine typisch Frankfurterische Mixtur.


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