Schon Goethes “Italienische Reise” hatte vor allem ein Ziel: Rom, die Ewige Stadt, Sinnbild antiker Baukunst und des Klassizismus. Noch heute ist die italienische Hauptstadt für viele der Höhepunkt der Italienreise. Bei der Auswahl der richtigen Rom Hotels hilft Escapio: vom Bed & Breakfast bis zum 5 Sterne Hotel ist für jeden Anspruch die richtige und garantiert handverlesene Unterkunft dabei.
Wir beginnen unseren Spaziergang zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten im Norden des historischen Zentrums in der Galleria Nazionale d’Arte Moderna, gleich neben der berühmten Kunsthochschule Roms. Das klassizistische Gebäude aus dem 19.Jahrhundert ist eines der wenigen Museen der Stadt, die sich primär der modernen Kunst widmen. Nach 15 Minuten Spaziergang durch die Villa Borghese steht man direkt auf der Piazza del Popolo, einem der schönsten Plätze Roms. Die heutige neoklassizistische Ausgestaltung verdankt er dem Architekten Giuseppe Valadier, der ihn von 1818 bis 1822 entwarf. Krimileser dürften sich mit Schaudern an die grausige Szene aus den Illuminati von Dan Brown erinnern – in der Chigi-Kapelle der Kirche Santa Maria del Popolo wurde nämlich der erste entführte Kardinal mit Erde erstickt aufgefunden.
Angenehmer ist ein Besuch in einer der beiden Bars und Konditoreien auf der Piazza. Mein persönlicher Favorit ist Canova mit der besten Pinientorte der Stadt. Am frühen Abend kann man hier der italienischen Tradition des Aperitifs an der Bar frönen. Uns wurden zum Prosecco mit Aperol kleine Tellerchen mit wahnsinnig leckeren kleinen Häppchen serviert, so dass man getrost bis zum in Rom nie vor 21 Uhr eingenommenen Abendessens aushält.
Ein Besuch Roms im Frühling birgt die Chance, die ganze Stadt blühen zu sehen und bereits milde, fast schon sommerliche Temperaturen zu genießen. Bevor die träge Hitze sich ab Juli über die Stadt legt, ist jetzt das richtige Wetter für ausgiebige Spaziergänge und Besichtungen. Von der Piazza del Popolo aus erschließt sich praktisch das ganze historische Zentrum Roms. Es lässt sich gut zu Fuss erlaufen, man sollte aber nicht wie ich à la Sex in the City High Heels tragen. Leidensgenossinnen können sich in der Via del Corso dann gleich ein paar Leinen-Tennisschuhe in den neuesten Sommerfarben oder goldene Ballerinas kaufen. Oder so richtig italienische Meisterwerke von Ferragamo oder meinem Lieblingslabel Pollini. Sonnenbrillen sollte man auch nur in Italien kaufen, denn hier würde man lieber einen verbeulten alten Fiat fahren als sich mit dem Modell vom letzten Jahr auf die Straße zu wagen – mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit kommt die neue Brille von der Via Condotti (wenn überhaupt) erst nächstes Jahr in die deutschen Läden. Nach dem Einkaufsbummel gönnt man sich ein Eis bei Giolitti– mein Favorit ist Marrons glacés, nicht schlecht sind auch Zabaioine oder die genialen Fruchtsorten, allen voran visciola (Sauerkirsche).
Sonntag morgen ist der Flohmarkt an der Porta Portese in Trastevere der place to be: hier gibt es alles, von der CD-Raubkopie über billige Fummel bis zur Pseudo-Antiquität. Sämtliche Migranten versammeln sich hier und verkaufen die unvermeidlichen Gucci-Prada-Fakes, die sonst allabendlich auf hastig ausgebreiteten Decken im Stadtzentrum angeboten werden. Um 14 Uhr ist das Spektakel vorbei und es bietet sich eine pizza a taglio, also auf die Hand, in den Gassen von Trastevere an. Blick auf den Tiber, Patriziervillen, Frühling in der Luft, kurz: das perfekte Glück.
Allein der Vatikan: Wer wie ich nur ein langes Wochenende Zeit hat, schreitet über den atemberaubenden Petersplatz, lässt im Geiste das alljährliche Urbi et orbi des Papstes vorüber ziehen und besichtigt dann den gigantischen Petersdom, Hauptkirche des Papstes und größtes Gotteshaus der Erde. Nicht zu versäumen ist die Sixtinische Kapelle nebenan in den Vatikanischen Palästen. Von den berühmtesten Künstlern des 15. und 16.Jahrhunderts gestaltet, bildet sie einen der Höhepunkte der Renaissance-Kunst. Mit den Vatikanischen Museen verfügt der kleine Kirchenstaat zudem über eine der wertvollsten Kunstsammlungen der Welt. Achtung: kurze Öffnungszeiten, Sonntag geschlossen!
Die Verbrennung Giordano Brunos auf dem Campo de’ Fiori ist ein weniger gloriöses Kapitel katholischer Kirchengeschichte. Eine Statue des Mönchs in der Mitte des Platzes erinnert heute an eine der Lichtgestalten der Mittelalters. Hier findet der traditionsreichste Markt Roms statt. Vor allem samstags trifft sich dort die halbe Stadt, um sich von der farbenfrohen Auswahl an Obst, Gemüse und Blumen für das Wochenende inspirieren zu lassen. Um den Platz herum überraschen die vielen kleinen Handwerks-Ateliers, in denen Möbel restauriert werden oder frisches Brot gebacken wird. Vielleicht liegt hier der Schlüssel zum Zauber Roms, dieser unwiderstehlichen Mischung aus Bodenständigkeit und dem Stolz auf die große Vergangenheit, aus epochalen Bauwerken und fast dörflich anmutendem Kiezleben. Zum Glück lebt Rom lebt auch ohne Touristen, und wem Venedig oder Florenz zu sehr Museum sind, ist in der Ewigen Stadt genau richtig.

