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Frage des Monats: Ihr schönstes Missverständnis?

1. Oktober 2014

Geben Sie es zu: Auch wenn Sie sonst ein Gourmet sind, im Urlaub freuen Sie sich manchmal doch über eine bebilderte Speisekarte. Denn wo es mit der Sprache hapert, gibt es die besten Missverständnisse und wo andere Sitten herrschen, tritt man gerne in ein Fettnäpfchen.

Erzählen Sie uns kurz im Kommentar von Ihrem schönsten Missverständnis im Urlaub. Sei es sprachlich oder aufgrund anderer Gebräuche. Unter allen Kommentaren verlosen wir einen 100 Euro Escapio Gutschein*. Den Gewinner geben wir am 20.10. hier im Blog bekannt.


* Für die Teilnahme ist der vollständige Name sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht angezeigt) notwendig. Der Gewinner wird per E-Mail kontaktiert.

Bild: © usako – Fotolia.com

Autor: Justyna Schwan


16 Kommentare zu “Frage des Monats: Ihr schönstes Missverständnis?

Christine sagt:

Wir waren an der Hotelbar in Kairo. Mein Mann bestellte auf „arabisch“ ein Bier. Ihm wurde ein Glas serviert, das aber nicht mit Bier sondern mit Milch (!) gefüllt war. Seitdem bestellt er nie mehr in einer ihm unbekannten Sprache nach Wörterbuch.
Herzliche Grüße
Christine

Justyna Piepiorka sagt:

Vielen Dank für die schönen Anekdoten – das Missverständnis von Kathrin Wüst hat uns kollektiv zum Schmunzeln gebracht und gewinnt damit den 100 Euro Escapio Gutschein. Herzlichen Glückwunsch! Der Gutschein ist bereits per E-Mail unterwegs.

Viele Grüße aus der Escapio-Redaktion

Elke sagt:

Im Urlaub waren unsere Familie schon immer sehr dem Neuen gegenüber aufgeschlossen. Doch bei einem Urlaub an der norddeutschen Küste meinte der Kellner „Also Labskaus ist Ihnen bestimmt zu speziell“. Trotzdem bestellten wir eine Portion und probierten reihum. In der Zwischnzeit kommt Labskaus auch ab und zu selbstgemacht daheim auf den Tisch.

Janet sagt:

als ich nach Bayern gezogen bin, haben die mich beim Bäcker die erste Zeit immer komisch angeschaut, wenn ich ich z.B. Streuseltaler bestellt habe. Heisst ja hier Küchle. Oder beim Metzger eine Bulette, ist ja hier ein Fleischpflanzerl 🙂

Thomas F. sagt:

Mit meiner Frau habe ich ein langes Wochenende in der Toskana verbracht. Bei einem vorab gebuchten Abendessen wurde eine lokale Spezialität gereicht: „Bistecca alla Fiorentina“. Hierbei sollte es sich um ein 800g (!) Steak handeln. Irrtümlich gingen wir davon aus, dass man uns wegen der Art der Zubereitung fragen würde… Jedenfalls wurde uns tatsächlich dieses Steak gereicht. Jedoch wurde es maximal für 1 Minute von jeder Seite gegrillt. Wie sich jeder vorstellen kann, war es für uns ein Schock, da es im Inneren noch absolut roh war…

Gunnar Gnielka sagt:

Meine Freundin, Inderin mit fortgeschrittenen Deutschkenntnissen wollte sich zum Frühstück noch Müsli dazu bestellen, da sie das deutsche Wort für „cereals“ nicht wusste hat sie die Übersetzung nachgeschlagen und dann beim Kellner „Getreide“ bestellt. Nachdem sie dann klargestellt hatte was sie eigentlich wollte, haben wir uns sehr amüsiert.

Sabine Rehm sagt:

In einem Vorort von Sevilla (der Kellner konnte kein Englisch, wir kein Spanisch, Wörterbuch vergessen, war noch vor Handy-Zeiten) bestellten mein Mann und ich 2 verschiedene Gerichte aus der Speisekarte. Beide Gerichte kamen, aber nur ein Gericht war essbar für uns. Das zweite Gericht waren Kutteln sauer angemacht, so dass nicht mal die umherlaufende Katze was davon abhaben wollte 🙁 Leider kam der Kellner immer wieder vorbei und deutete, ob es uns auch gut schmecke, so mussten wir gute Miene zum bösen Spiel machen.

Uwe sagt:

Andouillette in Paris gegessen 🙂 eine, sagen wir mal, sehr spezielle französische Wurstspezialität

Alex sagt:

Mir ist bisher zum Glück noch kein Missgeschick passiert 🙂

Mein Fettnäpfchen passierte bei einem spontanem Trip nach Venedig.
Ich war 15 und schrecklich stolz über meine ersten Italienisch Sprachkenntnisse. In Venedig angekommen, hatten wir dann so spontan gar keine Ahnung was wir dort alles besichtigen könnten. Doch dann fiel mir der „Fontane di Trevi“ ein, von dem ich im Italienisch Unterricht hörte.
Und so fragte ich einen Gondoliere: „Dove è la Fontana di Trevi?“
Er begann lautstark zu lachen und rief: „A Roma! A Roma!“
Seit dem Erlebnis bereite ich mich doch etwas auf mein Reiseziel vor . 😉

Frankreich, St.Tropez… wir, meine Freundin und ich, sitzen im wohl berühmtesten Hafencafe der Cote… am Nachbartisch ein sehr attraktiver Mann, er liest eine Französische Zeitung. Wir sprachen natürlich über ihn…mit der Zeit wurden unsere Gespäche immer mutiger. Es gipfelte dann in klaren Aussagen über ihn, welche sich in sexueller Richtung bewegten, wie zB; hast du diese Hände gesehen, was man sich damit alles vorstellt…dieser Körper, der Hintern und dann diese Augen, das Lächeln… Wir waren uns einig darüber dass er zur Sorte Mann „arrogantes Arschloch“ gehört, welches in unserm Maaßstab als höchste Auszeichnung gilt…also ein richtiger Kerl…
Das Problem an dieser Geschichte war, dass wir annahmen nicht verstanden zu werden. Wir sprachen Deutsch und waren uns ganz sicher dasser uns nicht versteht, weil er unser Gespräch in jedem Fall gehört haben musste und nicht die geringste Miene verzog. Er rief den Kellner erzählte noch mit ihm, zahlte und ging…das alles in perfektem Französich. Es vergingen keine zwei Minuten, da kam er zurück, direckt an unseren Tisch und spricht genauso perfektes Deutsch….hmm lieber Gott wo bitte ist das Erdloch in welches wir rein kriechen können… Er bedankte sich für die tollen Komplimente und er wollte immer schon mal wissen was Frauen, wenn sie sich sicher fühlen wirklich über Männer reden und im übrigen, er wäre kein arrogantes Arschloch…. Er war sehr nett, verzieh uns und lud uns am Abend ein mit seinen Französichen Freunden um die Häuser zu ziehen… so schön können Mißverständnisse sein.

carmen sagt:

In Spanien sagte ich dass das Brot ohne BURRO serviert war.Der Kellner lacht und lacht.Ich wollte Butter,BURRO auf italienisch,aber in spanisch ist es ein ESEL.

Dann besuchte ich einen Spanischkurs.

Kathrin Wüst sagt:

Ich war in der Türkei im Urlaub und saß an der Hotelbar. Ich schaute mir die Cocktailkarte an und bestellte einen Drink namens „Chiefs special“. Nach ca. 10 Min., in denen ich sah, dass das Personal völlig aufgeregt hin und her lief, kam ein Mann in Anzughose, Hemd und Krawatte an meinen Tisch. Da es nicht der Kellner war wunderte ich mich, was der Herr von mir wollte. Er sagte dann auf gebrochenem Deutsch, dass er Herr so und so sei und der Geschäftsführer des Hotels. Ich schaute ihn verwundert und mit fünf Fragezeichen in den Augen an. Er sagt dann, na sie haben doch zum Kellner gesagt, sie möchten „den Chef sprechen“. Ich klärte dann auf, dass ich lediglich den Cocktail „‚Chief special“ bestellt hatte. Alle lachten und ich konnte sehen, wie sich der Kellner, welcher die ganze Situation von einiger Entfernung nervös beobachtete, sich entspannte. Die Geschichte erzähle ich heute noch gern.

Ruth sagt:

In china wurde ich gefragt ob ich „Snails“ mag. Meine Antwort war „yes, sure. We eat snails in France, too“. Daraufhin hatte ich ein 9 Gang Menüe mit SCHLANGEN – („Snake“). Gebraten, gekocht gespießt und sogar Saake mit Schlange.
Es war ein langer Abend.

Saskia sagt:

In Polen waren wir in einem Cafe. Ich wollte einen Pfannkuchen (Berliner) essen. Eine Bekannte, die vor Jahren in Polen studiert hatte und nach ihrer Ansicht noch immer perfekt polnisch sprach, übernahm die Bestellung. Ich bekam Eierkuchen. Die werden in Polen als Pfannkuchen bezeichnet, was sie wohl nicht mehr wusste.

Jörg sagt:

Super Aktion! Das weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. 😉

Vor allem in sprachlicher Hinsicht ist mir schon einiges rausgerutscht. Natürlich der Klassiker: Eine „Cola“ in Spanien bestellen…. *grmpf*
In Großbritannien kann man sich mit “I really need a fag right now” ganz gut nach einer Zigarette erkundigen. In den USA sollte man diesen Ausspruch als Heterosexueller aber lieber lassen…

Unter http://entdecker.travelworks.de/sprachliche-missverstaendnisse-auf-reisen-4.html habe ich übrigens auch noch weitere sprachliche Missverständnisse niedergeschrieben.

Beste Grüße
Jörg


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