Escapio beim Tourismuscamp in Sankt Peter-Ording

Tourismuscamp 2019: Blick auf Deich von Brücke in Sankt Peter Ording

Tourismuscamp 2019: Blick auf Deich von Brücke in Sankt Peter Ording

Tourismuscamp 2019: Dieses Jahr in Sankt Peter-Ording

Ein Camp? Im Winter? Und dann auch noch an der Nordsee? Was erstmal nach eiskalten Nächten in dünnen Zeltwänden klingt, ist in Wirklichkeit eines der wichtigsten Barcamps der deutschen Tourismusbranche. Das Tourismuscamp 2019 fand dieses Jahr bereits zum 12. Mal statt, Gastgeber war diesmal Sankt Peter-Ording an der Nordsee, das sich in einer Abstimmung im Mai gegen die Regionen Fläming und Ostsee Holstein Tourismus durchsetzen konnte. Und so hat es mich am Wochenende vom 18. – 20. Januar von Berlin in den hohen Norden verschlagen.

Während ich bei meinem ersten Barcamp im September 2018, dem Castelcamp in Kaprun, noch als „Newbie“ galt, wusste ich beim Tourismuscamp in Sankt Peter-Ording schon vorher worauf ich mich da einlasse. Anders als bei einem klassischen Workshop gibt es beim Barcamp nämlich kein festgeschriebenes Programm oder gar Präsentationen, sondern einen offenen Austausch auf Augenhöhe. Die Themen werden erst gemeinsam vor Ort besprochen und es wird sich dann bei Interesse in 45-minütigen Sessions dazu ausgetauscht. Jeder kann und soll sich dabei irgendwie einbringen.

Das bedeutet natürlich, dass ich auch diesmal nicht wusste welche Themen mich erwarten. Jedes Camp ist anders und alles ist offen. Auf der anderen Seite führt genau das zu ganz neuen Blickwinkeln und zu zündenden Ideen.


Tourismuscamp 2019: Die Sessions

Vom Marketingexperten, über Destinationen, bis hin zum einzelnen Hotel – Auch beim Tourismuscamp 2019 waren wieder die unterschiedlichsten Akteure und Ebenen der Branche vertreten, da durfte Escapio als Hotelpreisvergleich natürlich nicht fehlen. Für das Camp, das jährlich von den super engagierten Netzwerklern von Tourismuszukunft organisiert wird, gilt „nomen est omen“: Im Mittelpunkt steht die Zukunft der Branche. Dementsprechend digital ging es bei den Themen zur Sache. Auch dieses Jahr zählten Social Media Marketing, Customer Journey, sowie aktuelle Trends und Tools zu den Schwerpunkten. Die Sessions, für die ich mich entschied, waren:

  • Pinterest. Best Practice & Reisetrends
  • User Intent – Daten sammeln, analysieren, konvertieren
  • Messenger Marketing / Whats-App Newsletter
  • Social Intranet – Besser im Team zusammenarbeiten
  • Blog/Premiumcontent – Intern vs. Extern

Erstaunlich und besonders erfreulich war für mich, wie stark diesmal auch gesellschaftliche Themen an Bedeutung gewonnen haben. Der Mensch und seine Bedürfnisse als Reisender, aber auch als Mitarbeiter oder Einwohner standen in vielen Sessions wieder im Vordergrund:

  • Psychologie des Reisens – Kulturelle Unterschiede
  • Urlaubsqualität – Was ist das überhaupt?
  • Akzeptanz-Management
  • Barrierefreiheit vermarkten – Wie?
  • Der Einwohner als Botschafter

Die Branche zeigt Haltung – Auch beim Tourismuscamp 2019

Natürlich machte das Tourismuscamp auch vor den großen gesellschaftlichen Themen nicht Halt und so diskutierten wir auch über den Klimawandel und Nachhaltigkeit. Letztes spielt für die gesamte Branche und vor allem für Destinationen und Hotels eine große Rolle. Wie kann langfristig eine Form von Tourismus aufgebaut und gewährleistet werden, die die Destination als solche schützt, die Umwelt nicht negativ beeinflusst und Einwohner nicht verdrängt, sondern aktiv einbindet?

Aber: Wir wollten hier ja nicht nur diskutieren, sondern auch „Haltung zeigen!“ Ein wichtiges Statement des Camps und das machte sich bereits beim Ticketkauf bemerkbar. Während das Camp selbst über zahlreiche Sponsoren auf die Beine gestellt wurde, gingen die Teilnahmegebühren direkt an den Bundesfachverband für minderjährige unbegleitet Flüchtlinge. Über 5000€ sind so durch die rund 150 Teilnehmer zusammengekommen. Das stärkt natürlich auch den Netzwerkgedanken und das Gefühl, dass wir gemeinsam etwas bewegen konnten.


Tourismuscamp 2019: Mein Fazit

Tourismus – das hat nie etwas mit Stillstand zu tun. Die Branche sorgt mit neuen Trends aber auch mit neuen Herausforderungen für ständige Bewegung. Was aber jeden Einzelnen von uns bewegt und wie wir die Branche gemeinsam gestalten, entwickeln und verbessern können, das lässt sich am besten im offenen Austausch auf Augenhöhe erleben. Das Tourismusbarcamp bietet dafür die perfekte Plattform.

Hier könnt Ihr mich treffen:

Ich persönlich freue mich schon jetzt auf die nächste Camp-Runde beim Destinationscamp in Hamburg und hoffentlich wieder beim Castlecamp und beim Hotelcamp 2019. Und vorher sehen wir uns hoffentlich alle auf der ITB in Berlin wieder!


Tourismuscamp 2019: Strandhäuschen auf Pfahlstützen am Strand von Sankt Peter Ording

Unser Gastgeber: Sankt Peter-Ording

Natürlich gab es während und zwischen den Sessions auch einiges für uns zu erleben. So ging es mit dem extra aus Brandenburg angereisten Flämingbus auf eine kleine Spritztour durch den Ort Sankt Peter-Ording und einmal über den Deich. Dieser schützt weite Teile der Landschaft und des Ortes vor der durch Gezeiten getriebenen Nordsee. Die historischen Pfahlbauten am Strand sind auf bis zu sieben Meter hohen Pfählen erbaut und trotzen so bei Flut den stürmischen Wellen. Bei Ebbe hingegen lässt sich der unendlich wirkende Strand bei ausgiebigen Spaziergängen – inklusive Sonnenuntergang – genießen.


Escapio: Immer auf der Suche nach einzigartigen Hotels

1. Als leidenschaftlicher Escapio-Hotelscout bin ich selbstverständlich immer auf der Suche nach einzigartigen Hotels. Und so habe ich die Zeit vor Ort auch genutzt, um die Hotels in Sankt Peter-Ording einmal genauer für euch unter die Lupe zu nehmen. Der Empfang am ersten Abend fand im Hotel Zweite Heimat statt – besser gesagt wurde die Bar regelrecht von Tourismuscampern überrannt. Aber die Zweite Heimat machte ihrem Namen alle Ehre und hieß uns alle willkommen. Ein modernes und trotzdem nordisch gemütliches Hotel mit Geschichte(n). Das Haus erzählt mit historischen Fotografien von sieben ortsansässigen Familien, die Sankt Peter-Ording schon seit Generationen begleiten und noch heute stark prägen. Zur Zweiten Heimat: https://de.escapio.com/hotel/hotel-zweite-heimat

2. Übernachten durfte ich im Beach Motel Sankt Peter-Ording, direkt hinterm Deich. Hier wird man in lässiger nordischer Manier mit einem „Moin“ empfangen, sofort geduzt und fühlt sich direkt wie Zuhause. Die modernen Zimmer im Surfer-Stil, die unglaublich bequemen Betten und das großartige Frühstück tragen den Rest dazu bei. Nettes Plus für alle Teilnehmer: Die Bar im Beach Motel hat als einzige in Sankt Peter-Ording die ganze Nacht geöffnet. Zum Beach Motel: https://de.escapio.com/hotel/beach-motel

3. „Gecampt“ haben wir tagsüber im Strandgut Resort, mit direktem Blick auf die berühmte Seebrücke und das Meer, wenn es sich nicht gerade wieder zurückgezogen hat. Die großen Tagungsräume gaben die perfekte Kulisse für den Austausch, Highlight war ein Tagungsraum im Yoga-Stil mit Kissen statt Stuhlkreis. Stärken durften wir zum Mittag und am Abend im hauseigenen Restaurant „Deichkind“, Blick auf den leuchtenden Sonnenuntergang inklusive. Zum Strandgut Resort: https://de.escapio.com/hotel/strandgut-resort


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