Chiang Mai hat ein anderes Tempo als der Rest Thailands. Morgens klingen Tempelglocken durch die Gassen, abends ziehen Lampions über die Nachtmärkte. Wer hier ankommt, bemerkt schnell: Das ist kein Durchgangsort. Die schönsten Hotels Chiang Mais stehen in Vierteln, die Geschichte haben – in Teakholzhäusern hinter alten Stadtmauern oder in ruhigen Nebenstraßen, wo Galerien und Gartenrestaurants aufeinandertreffen. Wer den Norden einmal erlebt hat, versteht, warum viele nie wieder im Süden übernachten wollen.
Auf dem Innenhof liegt noch Kühle, wenn die ersten Glocken des Wat Chedi Luang durch das Tempeltor klingen. Ein Reisigbesen schabt leise über Steinplatten. So beginnt ein Morgen hier, und dieses Bild setzt sich fort: in Innenhöfen mit Teichgärten, auf Holzveranden, die sich zur Gasse öffnen, in Küchen, aus denen Zitronengras und Galgant ins Freie ziehen. Die schönsten Hotels Chiang Mais spiegeln das Lanna-Erbe wider, jene alte Königskultur des Nordens, die in Architektur, Handwerk und Kochkunst noch immer spürbar ist. Kleine Häuser mit Charakter dominieren das Angebot. Wer hier schläft, ist nah an allem – Tempel, Märkte, Bergpfade liegen selten weiter als ein kurzer Fußweg entfernt.
Das quadratische Geviert innerhalb der alten Stadtmauer ist das historische Herz der Stadt. Wer hier schläft, wacht inmitten von über dreißig Tempeln auf. Morgens gehören die engen Gassen den Mönchen in safrangelben Roben, abends werden dieselben Gassen zum Markt. Hotels in diesem Viertel sind oft in historischen Teakholzhäusern untergebracht, präzise eingerichtet, mit Innenhöfen, die sich zur Straße hin abschirmen. Kochkurse in kleinen Küchen gleich um die Ecke gehören hier zum natürlichen Programm, nicht zum Sonderangebot.
Westlich der Altstadt, entlang der Nimmanhaemin Road, hat sich ein Viertel entwickelt, das anders tickt. Designstudios, Cafés mit handgebrühtem Kaffee, Galerien in umgebauten Shophouses. Hotels hier sind jünger im Stil, mit klaren Linien und Terrassen, von denen der Doi Suthep am Horizont schimmert. Wer tagsüber auf den Doi Inthanon fährt und abends in einem Designrestaurant speist, findet in Nimman den passenden Ausgangsort.
Am angenehmsten reist es sich zwischen November und Februar: kühl, trocken, mit Nebel in den Bergen am Morgen. Im April verwandelt Songkran die Straßen in ein Wasserfest, das die Stadt vollständig ergreift. Wer mit Tempelglocken aufwachen und abends durch Lampionlicht schlendern möchte, ist in der Altstadt richtig. Wer lieber beim Kaffee auf eine ruhige Straße schaut und abends in ein Designrestaurant geht, findet in Nimman seinen Platz – beide Viertel fühlen sich trotzdem wie eigene Städte an.