Sieben Inseln vor der afrikanischen Küste, alle unter demselben Passatwind, und doch so verschieden, dass eine Entscheidung zwischen ihnen kaum leichtfällt. Boutique Hotels auf den Kanarischen Inseln gibt es heute auf jeder der sieben Inseln, aber was sie bieten, hängt vom Charakter des Ortes ab. Wer das richtige Hotel sucht, sucht eigentlich zuerst die richtige Insel.
Auf einer Terrasse in den Innenlagen kommt das Frühstück mit Papas arrugadas und Mojo-Sauce, und bevor man den ersten Bissen nimmt, schaut man über eine Lavalandschaft oder in eine grüne Schlucht. So beginnt ein Aufenthalt in den kleinen, eigenständigen Häusern, die die Kanaren zu einem Reiseziel gemacht haben. Boutique Hotels auf den Kanarischen Inseln wachsen aus ihrer Umgebung heraus: aus Baukultur, Klima und einer Insellage, die natürlich vor Massentourismus schützt. Kanarische Patios, Lavastein, Terrassendörfer, UNESCO-Biosphärenreservate als direktes Umfeld mancher Häuser. Den Raum, den Hotelketten in den Innenlagen kaum besetzen, füllen hier individuelle Konzepte.
Schwarze Lava, weiße Häuser und Weinberge, die zwischen den Vulkanfeldern fast unwirklich wirken: Lanzarote hat eine eigene architektonische Sprache entwickelt. Boutique Hotels sitzen in alten Fincas, Dorfhäusern und kleinen Landgütern, oft mit Innenhöfen und viel Naturstein. Zwischen Timanfaya, Küste und den Werken César Manriques fühlt sich die Insel klar, reduziert und gleichzeitig sehr sinnlich an.
Teneriffa ist die vielseitigste der Kanaren. Im Norden wachsen Bananen, Lorbeer und Wein, im Süden ist es trockener und sonniger, dazwischen erhebt sich der Teide. Boutique Hotels finden sich in historischen Häusern von La Orotava, ländlichen Fincas und stilvollen Häusern an der Küste. Die Insel eignet sich für alle, die Meer, Berge und ganz unterschiedliche Landschaften miteinander verbinden möchten.
Gran Canaria wechselt auf engem Raum den Charakter. An der Südküste geht es sonnig und offen zu, weiter im Landesinneren führen Straßen durch tiefe Schluchten und kleine Bergdörfer. Boutique Hotels liegen in alten Herrenhäusern von Tejeda, historischen Stadthäusern in Las Palmas oder kleinen Rückzugsorten abseits der Küste. Die Insel ist ideal für Reisende, die mehr suchen als Strand und Hotel.
Fuerteventura fühlt sich größer an, als sie ist. Lange Strände, kahle Berghänge und ein stetiger Wind bestimmen das Bild. Kleine Hotels und Fincas setzen hier weniger auf üppige Inszenierung als auf Ruhe, natürliche Materialien und viel Außenraum. Wer Weite braucht und den Tag am liebsten zwischen Meer, Sand und Sonne verbringt, findet auf Fuerteventura eine ganz eigene Form von Inselgefühl.
La Palma ist die bewaldete Seite der Kanaren. Kiefern und Lorbeerwälder reichen bis an steile Berghänge, dazwischen liegen kleine Orte und schwarze Küsten. Boutique Hotels sind hier häufig persönliche Häuser, Landhotels oder restaurierte Fincas. Besonders schön ist der Kontrast zwischen der üppigen Landschaft am Tag und dem klaren Sternenhimmel in der Nacht.
Die kleineren Kanaren zeigen eine andere Seite des Archipels. Auf La Gomera bestimmen tiefe Schluchten und Lorbeerwälder das Bild, El Hierro wirkt rau, abgelegen und vulkanisch, La Graciosa nördlich von Lanzarote fast wie eine eigene kleine Welt aus Sand, Vulkanen und Meer. Boutique Hotels und kleine Unterkünfte setzen hier auf Ruhe, Natur und persönliche Atmosphäre. Wer möglichst weit weg vom klassischen Inselbetrieb möchte, findet auf diesen drei Inseln die zurückhaltendste Form des Kanarenurlaubs.
Lanzarote steht für Vulkanlandschaft und Architektur, Teneriffa für Vielfalt, Gran Canaria für den Wechsel zwischen Küste und Bergen. Fuerteventura passt zu allen, die Weite und Strände suchen, La Palma zu Natur und Ruhe. La Gomera, El Hierro und La Graciosa sind die richtigen Ziele für alle, die es kleiner, stiller und ursprünglicher mögen.