Palma lässt einen nicht einfach durchreisen. Wer in einem der kleinen Hotels in Palma de Mallorca übernachtet, spürt das, bevor das Gepäck ausgepackt ist: Stimmen vom Gehweg unten, kein Übergang zwischen Anreise und Urlaub. Die Stadt beginnt sofort.
Das Gepäck steht noch, da reden schon zwei Männer auf dem Gehweg unter dem offenen Fenster. Kacheln, alte Türen, Stimmen in engen Gassen. Kein Ferienort. Eine Stadt. Gerade weil die kleinen Hotels in Palma de Mallorca mitten in diesem Alltag sitzen, eigentümergeführt, oft mit Innenhof und Dachterrasse, erschließen sie die Stadt auf eine Art, die kein Resorthotel leisten kann. Märkte, Kathedrale, Restaurants: alles zu Fuß, kein Transfer.
Um elf Uhr morgens riecht es in den Gassen der Altstadt noch nach Nacht. Kopfsteinpflaster, Türen mit Eisenringen, ein Bäcker, dessen Laden kein Schild braucht. Die Stadtstruktur hier ist über Jahrhunderte gewachsen und zeigt das auch. Kleine Hotels im Casc Antic sitzen oft in Gebäuden, deren Wände mehr erzählen als jede Broschüre.
Das Viertel hat seinen Wandel weder verleugnet noch versteckt. Wer morgens früh auf die Gasse tritt, landet im Marktbetrieb. Abends läuft dasselbe Straßenbild in anderem Tempo. Kleine Hotels hier sind häufig in ehemaligen Wohnhäusern untergebracht, mit Grundrissen und Materialien, die kein Neubau so hinbekommt.
Weniger Besucher, mehr Viertel. Ateliers neben Bars neben Wäscheleinen. El Terreno ist noch nicht fertig mit sich selbst, und genau das macht es ruhig auf eine Art, die mit Abgeschiedenheit nichts zu tun hat. Wer Palma verstehen will, statt es nur zu besuchen, findet hier eine seltenere Atmosphäre.
Casc Antic eignet sich für alle, die Architektur und Geschichte direkt vor der Zimmertür wollen. Santa Catalina passt zu Reisenden, die ihre Abende draußen verbringen und morgens auf dem Markt frühstücken. El Terreno ist die Wahl für alle, die Palma kennenlernen möchten, ohne das Gefühl, dafür einen bestimmten Preis zahlen zu müssen.