Flaches, warmes Wasser, das noch in fünfzig Metern Entfernung kaum bis zur Hüfte reicht. Helle Kieselstrände in ruhigen Buchten, weite Sandstrände mit Blick auf offenes Meer. Familienhotels an der Adria liegen zwischen dem norditalienischen Flachland und den dalmatinischen Inseln – Regionen mit völlig unterschiedlichem Charakter. Welche davon passt? Das hängt davon ab, ob man Abgeschiedenheit sucht oder Betrieb, Sandstrände oder Felsen, Inselhopping oder ein Dorf mit Eisdiele.
Am frühen Morgen ist das Wasser so still, dass man den Grund sieht, obwohl man schon ein Stück hinausgewatet ist. Kein Wellengang, kaum Strömung, die Wassertemperatur auch im Juni schon über zwanzig Grad. Wer mit Kindern reist und ein Meer sucht, das beruhigt statt fordert, ist hier richtig. Familienhotels in Regionen wie Istrien, dem Kvarner oder an der italienischen Küste liegen oft nur wenige Gehminuten vom Wasser entfernt, die Anreise aus Deutschland oder Österreich ist mit dem Auto gut machbar, und der Sommer ist lang.
Strände aus felsigem Untergrund oder feinem Kies, eingebettet zwischen Pinienwäldern, die bis kurz vor das Wasser reichen. Buchten bleiben überschaubar, Wege kurz. Abends laufen Familien durch Kleinstädte mit Pflastergassen, essen Pasta oder gegrillten Fisch, kaufen Eis an Ständen direkt am Hafen. Istrien ist für alle, die nicht suchen, was alle suchen.
Wer von Kroatien träumt, denkt meist an dieses Bild: türkisfarbenes Wasser, Inseln am Horizont, eine Fähre, die langsam ablegt. Im Kvarner und entlang der dalmatinischen Küste stimmt das Bild. Die Buchten sind klarer, die Weite spürbarer. Familien fahren mit Fähren auf kleinere Inseln, verbringen Abende auf Hafenpromenaden – und das Wasser hat eine Farbe, die man danach auf keinem Foto wiedererkennt.
In der Emilia-Romagna und in Venetien geht das Meer flach und sandig ins Ufer über, das Wasser bleibt selbst weit draußen noch seicht. Strandkörbe, Pommes, Gelati, belebte Promenaden am Abend. Die Strände sind breit, die Wege kurz, und wer eine Auszeit vom Sand will, fährt eine Stunde nach Ravenna oder ans Ufer der Lagune.
Istrien passt zu Familien, die Natur und Ruhe über Betrieb stellen. Dalmatien und der Kvarner passen zu denen, die ein Inselerlebnis wollen, ohne großen Planungsaufwand. Die italienische Adria passt zu Familien mit kleinen Kindern und einer Vorliebe für breite, sanfte Sandstrände.
Die italienische Adria, vor allem Rimini und die Küste der Emilia-Romagna, gilt hier als erste Wahl. Das Wasser steigt so langsam an, dass Kinder weit hinauswaten können, bevor es tiefer wird. Auch der Kvarner, etwa rund um Malinska auf Krk, hat ruhige Buchten mit wenig Wellengang.
Die meisten Familien aus dem deutschsprachigen Raum reisen mit dem Auto an. Der Vorteil ist die Flexibilität, vor allem wenn man Inseln ansteuern möchte. Direktflüge nach Split, Zadar oder Pula sind eine sinnvolle Alternative bei längeren Anreisewegen. Der Zug ist für Kroatien bisher keine praktische Option.
Juni und September sind die bevorzugten Monate, weil die Temperaturen angenehm sind, der Andrang aber deutlich geringer als im Juli und August. Wer an Schulferienzeiten gebunden ist, fährt mit Anfang Juli oder Ende August besser als mit dem Hochsommer selbst.