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Eine Gondelfahrt auf dem Canale Grande oder der Blick aufs Wasser von der Rialtobrücke aus: Venedig ist klassisch, romantisch und ein Must-See nicht nur für Paare. Durch die labyrinthartigen Gassen ziehen sich Antiquitätenläden und Galerien. In den Schaufenstern liegen venezianische Masken und filigrane Glaskunst aus. Kulturelle Highlights sind der byzantinische Markusdom und der gotische Dogenpalast. Und dann die zahlreichen Hotels und Cafés, begleitet von klassischer Musik aus La Traviata.

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Mit seinen dicht befahrenen Wasserstraßen, den labyrinthähnlichen, oft nur schulterbreiten Gässchen und unzähligen Brücken strotzt die Lagunenstadt Venedig nur so vor Vitalität und Leben. Im morbiden Kontrast dazu stehen die oft im Verfall begriffenen Hausfronten. Ein Gegensatz, der Jahr für Jahr Millionen Touristen ins eher kleine Venedig lockt. Abseits der großen Touristenpfade entdeckt man urtümliche Plätze, kleine Museen, Handwerkershops und romantische Cafés.

Venedig auf einen Blick: Wichtigste Stadtteile

Venedig Venedig © Jakob Radlgruber

Sestiere Di San Marco: Stadtzentrum & historische Sehenswürdigkeiten

Zentrum Venedigs und Herz des politischen Lebens. Mit dem Dogen Palast und dem Markusdom befinden sich zwei der touristischen Hauptattraktionen der Lagunenstadt im vom Canale Grande umsäumten Viertel San Marco. Neben einer Vielzahl an Restaurants und Boutiquen, liegt hier auch das berühmte Felice Theater.

Historisches Sightseeing: Mehr als 800 Jahre arbeiteten Venedigs Handwerker bis zur Fertigstellung der Basilika die San Marco im 13 Jahrhundert. Das sorgt für einen wilden Stilmix im inneren des Markusdoms. Von strenger Geometrie, bis hin zu geschwungener Opulenz, von ägyptischen, über griechische hin zu römischen Einflüssen. Hier befindet sich die Ruhestätte des Evangelisten Markus. In unmittelbarer Nachbarschaft lockt der gotische Palazzo Ducale mit seiner berühmten Porta della Carta von Bartolomeo und Giovanni Bon.

Galerie-Hopping: In den Gassen hinter Santa Maria Di Giglio schlägt das Herz von Venedigs Galerieszene. Galerien wie Caterina Tognon Arte Contemporanea (Campo San Maurizio 2671) und die Galleria Traghetto (Campo Santa Maria del Giglio 2543) haben sich mit einer Mischung von Ausstellungen sowohl internationale Stars des Kunstbetriebs als auch mit italienischen Nachwuchskünstlern einen Namen gemacht.

Historisches Opernhaus: Hier feierten Verdis Rigoletto und La Traviata Premiere; Strawinsky und Britten komponierten eigens fürs Haus und Richard Wagner, Rossini und Bellini sorgten für Aufführungen, die weit über Italien hinaus berühmt wurden. Die Rede ist von Venedigs legendärem Opernhaus La Fenice. Zwei Mal brannte das Haus bis auf die Grundmauern nieder; zwei Mal wurde es wieder aufgebaut. Denn ein Venedig ohne Oper ist nur schwer vorstellbar und so sind die Vorführungen während der Opernsaison auch fast 400 Jahre nach der ersten Eröffnung immer noch rasend schnell ausverkauft.

Traditionelle norditalienische Küche: Die Suche nach einem Restaurant in San Marco stellt einen bald vor die Frage „Aussicht oder gutes Essen?“. Die Lösung sieht so aus: Zuerst ein Kaffee oder Aperitif in einem der Cafés rund um den Piazza San Marco mit Blick auf den Platz, um die Atmosphäre zu genießen, anschließend einkehren in eines der vielen kleinen Lokale in einer der Seitenstraßen. Die Küche ist hier typisch venezianisch: Zu einem Glas norditalienischen Weißweins werden frischer Fisch, Muscheln und Krebse mit Pasta serviert.

Handwerk-Shopping: Vasen und Gläser aus Muranoglas von berühmten Designern wie Carlo Moretti und Salviati L´Isola (Campo San Moisé 1468) und MA.RE (Via XXII Marzo 2088), handgemachte Troddeln aus Seide, Damast und Brokat (Bevilacqua (Fondamente Canonica 337b), erlesene Antiquitäten wie silberne Kaffeeservice, mit Rubinen besetzte Diademe (Antiquus, Calle Crosera 3131) oder Aquarellleinwände und Farbtuben in Titian-Rot und dem typischen Blaugrün Tintorettos (Arcobaleno, Calle delle Botteghe): wer ein besonderes Mitbringsel oder Geschenk sucht, dem sei zum Besuch einer der kleinen Boutiquen und Handwerksbetriebe des Viertel abseits der großen Touristenshops geraten.


Sestiere Di Castello: Internationaler Chic, Karnevalsshopping & lokales Flair

Größtes Viertel; einst bauten Schiffsbauer in Castello eine riesige Flotte, heute von Grand Hotels gesäumte Promenade und Treffpunkt für Venedigs Schickeria & internationalen Jet Set. Hinter der Promenade geht es vergleichsweise ruhig zu. Enge Gassen und elegante Palazzi bestimmen das Straßenbild

Museen und Kirchen: Als Konkurrenz zur Franziskanerkirche „Frari“ gedacht, erbauten die Dominikaner im 14. Jahrhundert Zanipolo. Ein schwieriges Unterfangen, besitzt die Frari doch ein prächtiges Altarbild des großen Malers Tizian. Doch die Dominikaner waren ehrgeizig, und so sieht der Besucher heute nicht nur 25 schmuckvolle Dogengrabstätten, sondern auch Skulpturen von Pisano und Lombardo, ein beeindruckendes Muranoglasfenster von Vivarini und Mocetto und ein Fresko des Heiligen Vincenzo von Bellini. Auch die umliegenden Chiesa Di San Zaccaria und der Palazzo Grimani zeigen Bilder italienischer Altmeister wie Tintoretto, Tizian und Francesco Salviati.

Schickes Bar-Hopping: Mit Beginn des Sonnenuntergangs wird die Uferpromenade des Viertels zum Treffpunkt für Venedigs Kunstszene und der internationalen Schickeria, die hier entlang der Bars flaniert. Von den Dachterrassen und Balkonen der Designhotels (z.B. Bar Terazza Danieli, Riva degli Schiavoni 4196) entlang des Ufers aus, lässt sich mit Ausblick auf die in der Abendsonne erstrahlenden Inseln der Lagune und umliegenden marmornen Palladios ganz wunderbar ein Aperitif einnehmen.

Kostüm-Shopping: Die Non-Profit Boutique Banco 10 (Salizada Saint´Antonin 3478a) ist Teil des Fortbildungs- und Resozialisierungsprogramms des Frauengefängnisses auf Giaducca und nicht nur aufgrund ihres Geheimtippstatus bei Venezianern derart beliebt, dass sich auch die Opernstars von La Fenice hier in aufwendige, von Gefängnisinsassinnen entworfene Kostüme aus Seide, Brokat, Chiffon und Samt einkleiden.

Schuhe nach Maß: Giovanna Zanella lässt Frauenherzen höher schlagen. Seit zehn Jahren lässt die 40-Jährige jede Schuhfantasie und jeden Wunschschuh ihrer Kundinnen Wirklichkeit werden. Seien sie auch noch so extravagant. In ihrem Atelier (Calle Carminati 5641) haben schon Emma Thompson und Donna Leon Maß nehmen lassen und Zanellas Schuhe überqueren regelmäßig die roten Teppiche auf Venedigs Kunst- und Filmbiennale. Zanellas Boutique ist eine feste Größe in Venedigs Modewelt.

Masken-Shopping: Kunstvoller lässt es sich bei Venedigs weltberühmten Karneval kaum inkognito feiern: die ungewöhnlichen Masken des Familienbetriebs Schegge (Calle Lunga Santa Maria Formosa 6185) sind selbst kleine Kunstwerke und in ihren Motiven oft Huldigungen an die Schönheit Venedigs - seien es die zahlreichen gotische Kirchen oder Fresken, die sich auf den Masken wiederfinden.


Sestiere Di Dorsoduro: Historisches Viertel & moderne Kunst

Südlichstes Viertel; eingerahmt von Canale Grande, dem Canale della Giudecca und der Lagune ist Dorsoduro eines der ältesten Sestiere. Die von Napoleon hierher verlegte Galleri Dell’Accademia besitzt eine der größten Kunstsammlungen der Stadt. Östlich der Accademia gepflegtes und ruhiges Viertel, im westlichen Teil dagegen Bars und Plätze mit jungen Venezianern und Studenten.

Museumsbummel: Was der Louvre für Paris und das MoMA für New York ist, das ist die Gallerie Dell´Accademia für Venedig. In den drei Gebäuden des ehemaligen Santa Maria della Caritá Klosters ist die wohl größte Sammlung venezianischer Malerei weltweit zu Hause. Von Bellini und Carpaccio bis Tizian und Tintoretto ist hier alles vertreten, was zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert in Venedigs Kunstwelt Rang und Namen hatte. Ein Muss für Kunstliebhaber. Die nahgelegene Peggy Guggenheim Collection zeigt die italienische künstlerische Moderne in ihrer ganzen Breite: Expressionismus, Surrealismus und Futurismus sind hier versammelt.

Gondelhandwerk: Damit die Gondolieri beim Rudern nicht aus dem Gleichgewicht geraten und die Ruder in perfekter Balance liegen, werden die Paddel auf sogenannte Forcole gelegt. Die aus einen Viertelbaumstamm kunstvoll geschnitzten Ruderstützen von Signore Saverio Pastor (Fondamenta Soranzo detta Fornace 341) taugen aber auch als Skulptur für das heimische Wohnzimmer. Und das nicht nur bei Mick Jagger, der hier seit Jahren ein guter Kunde ist.

Antiquitätenmärkte: Die Antiquitätenmärkte Venedigs locken nicht nur an sonnigen Wochenenden eine Mischung aus Liebhabern auf der Suche nach einem besonderen Stück aus Muranoglas, einem antiken Kronleuchter oder einer anderen venezianischen Kostbarkeit, Schnäppchenjägern, Touristen und Einheimischen an, die hier an den Ständen vorbeiflanieren und Neuigkeiten aus dem Viertel austauschen. Die Märkte auf der Campo Santa Margherita sind in den letzten Jahren zu einer richtigen Institution geworden.

Süßes Slowfood: Ein Zitronensorbet mit Limonen von der Amalfiküste, Zabaione mit Eiern freilaufender Biohühner und Haselnusseis mit Nüssen aus Piemont: Bei Grom (Campo San Barnaba 2761) stehen Eis- und fruchtige Spezialitäten ganz im Zeichen von Fairtrade und Slowfood, was ihnen eine besondere Qualität verleiht. Schlange stehen lohnt sich. Auch in der Pisticceria Tonolo (Calle S. Pantalon, 3764) werden für die herrlichen Törtchen nur lokale Bioprodukte verwendet, was der Konditorei unter anderem den Ruf eingebracht hat, eine der besten Venedigs zu sein.

Nightlife: Wer in Venedig die Nacht zum Tag machen will, hat es nicht einfach. Viele Lokale schließen bereits kurz nach Mitternacht. Anschließend zieht es viele Nachtschwärmer nach draußen unter freien Himmel. Der Campo Santa Margharita im Viertel zählt zu den beliebtesten Punkten Venedigs, wo sich bis in die frühen Stunden hinein ein junges und trendiges Publikum trifft und in einer Atmosphäre zwischen Picknick und Open-Air-Party die Nacht vertreibt.


Sestiere Di San Polo & Santa Croce: Märkte & Kunst der Renaissance

In den engen Straßen und Gassen von San Polo pulsiert das Stadtleben. Hier herrscht rege Betriebsamkeit. Als im 11. Jahrhundert die Märkte, deren bekanntester noch heute auf dem Rialto Platz stattfindet, in Venedig eingeführt wurden, wurden die beiden Sestieri zu kleinen Geschäftszentren. Davon ist auch heute noch viel zu spüren.

Rialtobrücke: Die 1592 von Antonio da Ponte gebaute Rialtobrücke ist eines von Venedigs Wahrzeichen. Jahrzehntelang war sie die einzige Verbindung über den Canale Grande. Auch wenn sie heute oft derart viele Touristen anzieht, dass es regelrecht zu Fußgängerstaus auf der Brücke kommt, ist sie ein beeindruckendes Must-See für jeden Venedig Besucher.

Renaissance-Bauten: Santa Maria Gloriosa dei Frari ist eine der größten Kirchen Venedigs. Sie enthält eine ganze Reihe weltberühmter Kunstwerke, deren bekanntestes das Altarbild der zum Himmel fahrenden Maria von Tizian ist. Tintoretto fertigte für die Decken der nahegelegenen Scuola Grande Di San Rocco 50 Gemälde mit alttestamentarischen Szenen an, die wegen ihrer Pracht auch heute noch für Nackenschmerzen bei den Besuchern des Gebäudes sorgen.

Lokales Seafood: Venedigs früheres Rotlichtviertel lockt heute mit einer Vielzahl von Restaurants, die lokale, oft dem Prinzip Slowfood verpflichtete Spezialitäten anbieten - und das zu moderaten Preisen. Die Auswahl reicht dabei von einer modernen Interpretation venezianischer Küche (Vecio Fritolin, Calle della Regina 2262) bis zu klassischem Seafood (Trattoria Alla Madonna, Calle della Madonna 594).

Shopping & Bummeln: Europas erste Brillen wurden im 14. Jahrhundert in Venedig hergestellt und auch heute noch gibt es eine Menge kleiner Manufakturen, die sich auf ausgefallene Brillengestelle spezialisiert haben (z.B. Ottica Vascellari, Ruga Rialto 1030). In den kleinen Gassen des Viertels gibt es viele Modeboutiquen, Handwerkerateliers und Shops, in denen sich in entspannter Atmosphäre Bummeln lässt.

Einheimisches Nightlife: Um 20 Uhr beginnt rund um die Rialto Brücke die Happy Hour und lockt neben den hier seit früher Morgenstunde arbeitenden Fischern auch Künstler und Angestellte aus den umliegenden Ateliers und Büros an, die hier in lockerer und ungezwungener Atmosphäre den Feierabend bei einem Aperitif mit Blick auf den Canale Grande (z.B. Ancorá, Fabbriche Vecchie) beginnen.


Sestiere Di Cannaregio: Ehemaliges jüdisches Ghetto & heutiges Szeneviertel

Abseits der breiten Strada Nuova, die den Bahnhof mit dem Piazza di Rialto verbindet; Vielzahl kleiner, ruhiger und charmanter Gassen jenseits breiter Touristenpfade. In den Bars und Cafés entlang des Kanalufers lässt sich ein Blick auf das Leben der alt eingesessenen Venezianer erhaschen. Auch das ehemalige Jüdische Ghetto befindet sich in Cannaregio.

Jüdische Historie: Das Zentrum des früheren jüdischen Ghettos Venedig befindet sich am Campo di Ghetto Nuevo. Die jüdischen Synagogen am Platz sind nur durch leicht erhöhte Dächer auszumachen, da es der Gemeinde verboten war, auffälligere Gebäude zu errichten. Mehr über das einst rege jüdische Leben der Stadt lässt sich im Museo Ebraico am Platz erfahren, um den herum sich auch heute noch jüdische Geschäfte und koschere Restaurants befinden.

Traditionelle Druckereien: Der Laden von Paolo Olbi ist ein echter Geheimtipp. Von außen ist seine „Galleria“ (Calle Varisco 5421a) kaum als Geschäft auszumachen; im Inneren ist sie eine Zeitreise in die Welt alter Druckmaschinen und Pressen. Olbi druckt und bindet herrlich schöne Bücher, Kalender und Mappen aus handgeschöpftem Papier und in feinstes Leder eingeschlagen in kleinen Auflagen oder direkt als Unikat. In der Calle del Fumo 5306 druckt Gianni Basso mit alter Technik Visitenkarten. Wer hier Kunde wird, wie etwa Schauspieler Hugh Grant, wählt aus Dutzenden von Schrifttypen eine aus, die Basso dann kunstvoll mit einem ausgesuchten Motiv auf die Karten druckt.

Bar-Hopping: Während in den Bars der anderen Stadtteile Venedigs Weine hoch im Kurs stehen, dreht sich in Cannaregio alles ums Bier. Ob Import oder heimisches Gebräu, Pils oder Ale, Bars wie die Osteria Agli Ormesini (Fondamenta degli Ormesini 2710) oder Paradiso Perduto (Fondamenta della Misericordia 2540) haben bis zu 120 verschiedene Biere im Angebot. Bleibt nur noch die Frage zu klären, ob es eine Sportsbar, eine Studentenkneipe oder doch eher etwas Gediegeneres mit Häppchen und Blick auf den Canal sein soll.

Moderne venezianische Küche: Wer ein eher kleines, romantisches Lokal mit moderner venezianischer Küche sucht, der wird in Cannaregio fündig. In Restaurants wie dem von Anice Stellato (Fondamenta della Sensa 3272), dem Bea Vita (Fondamente delle Cappucine 3082) oder L´Orto die Mori (Campo die Mori 3386) lässt sich unter Einheimischen relativ preiswert speisen.

Mondänes Casino: Seit dem 17. Jahrhundert geht es im Casino di Venezia (Campiello Vendramin 2040) Abend für Abend um das große Glück und Geld. Wer hier hierein und spielen möchte, muss nicht nur starke Nerven und das nötige Geld mitbringen, sondern auch Abendgarderobe tragen. Dem hier im Casino 1883 verstorbenen Komponisten Richard Wagner ist ein Museum gewidmet, das die größte Sammlung an Wagner Devotionalien außerhalb Bayreuths besitzt.


Die Lagune: Inselflair, Strand & Wanderrouten rund um Venedig

Einst lebten in der Lagune und auf ihren Inseln Fischer und Jäger, bevor sie von Piraten und Plünderern Richtung Festland vertrieben wurden. Heute sind die Inseln Venedigs Vorstadt. Auf den Inseln liegen Kunstateliers, Werkstätten und Theater. Es gibt Wanderrouten und natürlich den Lido, Venedigs Strand.

Reges Strandleben: Gerade einmal 15 Minuten mit der Fähre ist der Lido vom Stadtzentrum Venedigs entfernt. Eine Tour, die gerade am Wochenende viele Venezianer und Touristen gerne auf sich nehmen. Wer es ruhiger mag, der mietet sich ein Fahrrad und radelt ein Stück südlich, wo die Strände ruhiger und abgeschiedener sind.

Kirchenbesuch auf San Giorgio Maggiore: Die Fassade aus istrischem Stein der Kirche von San Giorgio Maggiore ist allein schon eine Fahrt auf die kleine gleichnamige Insel wert. So hell leuchtend weiß erstrahlt sie im Sonnenlicht, dass es fast schon blendet, Die Altarbilder im Innenraum wurden von Tintoretto gemalt, noch bekannter ist aber das sich ebenfalls in der Kirche befindende Sebastiano Riccis Gemälde ’Maria mit Heiligen’, dass Besucher regelmäßig in seinen Bann zieht.

Glasshopping auf Murano: Bis vor 150 Jahren noch wurden Glasbläser, die mit ihrem Wissen die Insel Murano verlassen wollten und dabei erwischt wurden, mit dem Tode bestraft. So geheim war das Wissen über die Kunst des Glasblasens. Wer heute einmal einen Blick über die Schulter eines Glasbläsers werfen will, der ist auf Murano herzlich willkommen. Hier reiht sich Werkstatt an Werkstatt und Showroom an Showroom und die Preise der filigranen Glasobjekte sind zum Teil deutlich niedriger als in Venedig selbst. Die Insel beherbergt auch ein Museum zur Geschichte des Murano Glases.

Sightseeing auf Torcello: Torcello ist eine kleine, charmante Insel, deren touristisches Highlight ihre schöne Kathedrale aus dem Mittelalter ist. Der Glockenturm der Kathedrale lässt sich besteigen und von oben hat man einen herrlichen Blick über die Lagune und die Insel, die sich danach bei einem ruhigen Spaziergang abseits großer Touristenströme erkunden lässt.

Theater auf Giaducca: Das Teatro Junghans ist eine feste Institution in Venedigs Theaterszene. In den an einen Schweizer Käse erinnerndem Bau läuft während der Wintermonate ein bei einheimischen Theaterliebhabern hoch im Kurs stehendes avantgardistisches Programm. Im Sommer finden hier Workshops im Maskenbilden oder Schauspielern statt, die bei Venezianern wie Touristen gleichermaßen beliebt sind.


Venedig - gut zu wissen:

Beste Reisezeit: Am schönsten ist Venedig im Frühjahr und im Herbst. Dann sind nicht nur am wenigsten Ferientouristen in der Stadt und die vielen Sehenswürdigkeiten am wenigsten überlaufen, auch das Wetter ist in den beiden Jahreszeiten am angenehmsten.. Außerdem fängt In den heißen Sommermonaten der Kanal an zu riechen, während es in den kalten Monaten zu Überschwemmungen kommen kann. Und natürlich zur Karnevalszeit Anfang Februar, wenn sich die ganze Stadt in ein einziges rauschendes Fest aus Masken, Kleidern und Musik verwandelt..

Morbider Charme: Die vielen Wasserstraßen und Kanäle sind eins der Wahrzeichen von Venedig. Jedoch sorgt die Feuchtigkeit des vielen Wassers auch dafür, dass nach und nach der Putz an den Häusern abblättert. Seiner Pracht zum Trotz, bekommt Venedig dadurch einen einzigartig morbiden Charme: Der sachte voranschreitende Verfall scheint darauf hinzudeuten, dass die Stadt, wie alles andere auch, vergänglich ist.

Tauben: Das ganze Jahr über bevölkern hunderte von Tauben Venedigs Markusplatz. Die Tiere haben in der Stadt einen besonderen Status – sie werden von den Einheimischen nahezu verehrt. Grund dafür ist eine historische Begebenheit, nach der der Doge Dandalo im 13. Jahrhundert den Sieg über Konstantinopel mittels des Heimsendens einer Taube mitteilte. Der Vogel legte mehr als 1300 Kilometer zurück. Seitdem fanden jährlich Prozessionen statt, bei denen die Dogen der Stadt ganze Heerscharen von Tauben freilassen. Um die riesige und stetig wachsende Taubenpopulation in den Griff zu bekommen, besteht jedoch seit 2008 ein Fütterungsverbot für die Tiere.

Verkehrswege: Aufgrund seiner einzigartigen Verkehrsstruktur bewegt man sich in Venedig entweder zu Fuß oder per Boot fort. Um Ware oder Lasten zu transportieren, greifen die Venezianer auf einen speziellen Handkarren zurück, der so gebaut ist, dass sich mit ihm die vielen Stufen und Treppen der Stadt überwinden lassen. Die berühmten Gondeln werden heutzutage fast ausschließlich von Touristen benutzt, während Einheimische mit Booten aller Art unterwegs sind.

Romantisch Unterwegs: Natürlich mit der Gondel den Canale Grande entlang und das am besten nachts, wenn die Anlegestellen und Palazzos am Ufer beleuchtet sind und der Canale in seiner ganzen Pracht erstrahlt. Tagsüber herrscht hier viel Verkehr und gerade Motorboote sorgen mit ihrem Fahrwasser dafür, dass die Gondelfahrt eine schauklige Angelegenheit werden kann.

Stellenwert der Kunst: Schon die schiere Anzahl an Meisterwerken in Museen und Kirchen macht deutlich, dass Kunst in Venedig einen besonderen Stellenwert besitzt. Nicht nur ist Venedig Austragungsort einer der bedeutendsten Kunstbiennalen, die Liebe der Venezianer zur Kunst geht weit zurück. Mitte des 15. Jahrhunderts fingen die Dogen der Stadt an, Künstler zu fördern. Maler wie Giovanni Bellini und sein Schüler Titian verhalfen Venedig zum Ruf, neben Florenz die wichtigste Stadt der italienischen Renaissance zu sein.

Die Biennalen: Venedig ist Austragungsort von direkt drei weltberühmten Biennalen. Da sind zum einen die Biennale di Venezia, auf der sich alle zwei Jahre das Who-is-who der Kunstwelt trifft, und die Architekturbiennale. Beide Veranstaltungen finden über die ganze Stadt verteilt statt. Noch bekannter ist aber Venedigs Filmbiennale, bei der internationale Filmstars und Starlets über den roten Teppich stolzieren und Venedig für zwei Wochen zum Mittelpunkt der Filmwelt machen.