Der Gardasee, Hotels direkt am Wasser, ein sanftes Klima und eine malerische Landschaft: Alpine Landschaften und mediterranes Flair, hier schroff und von Winden geprĂ€gt, dort warm und lieblich. Der gröĂte See Italiens ist eines der beliebtesten Urlaubsziele in Europa. Welches Ufer man aufsucht, ist maĂgeblich fĂŒr die Gestaltung des Aufenthalts: Norden, Osten, SĂŒden und Westen haben ihren eigenen Charakter.
Klettern & Canyoning: UrsprĂŒnglich als reiner Luftkurort bekannt, wurde Arco (ca. fĂŒnf Kilometer vom Gardasee entfernt) inzwischen zum Mekka des Klettersports erklĂ€rt. Neben natĂŒrlichen Felsformationen aller Schwierigkeitsgrade gibt es ein Kletterstadion, auch Schauplatz des jĂ€hrlichen Wettkampfes âRockmasterâ im Herbst. Wer Fels und Wildwasser kombiniert spĂŒren möchte, meldet sich zum Canyoning an â in den ausgewaschenen FlusslĂ€ufen des Sarcatals treffen abenteuerhungrige FamilienvĂ€ter auf Outdoorfreaks; bei den moderaten Touren darf auch der Nachwuchs mit.
Altstadtbummel & Sightseeing: Die Burgruine von Arco hatte schon der Maler Albrecht DĂŒrer auf einem seiner Werke verewigt. In Natura ohnehin sehenswert, lohnt der Aufstieg (Start an der Via Vergolano) auch wegen des einmaligen Blicks bis hin zum nördlichen Seeufer. ZurĂŒck in der Altstadt, lohnt der Bummel durch die Gassen rund um die Piazza 3 Novembre, dabei kommt man am hausgemachten Eis kaum vorbei (Gelateria Al Castello). FĂŒr den italienischen Genuss gibt es auch in der benachbarten Touristenhochburg Riva zahlreiche Möglichkeiten.
Idyllische Seen & Mountainbiking: Es muss nicht immer das groĂe Format sein: Im Nordwesten liegen Garda-Ableger wie der smaragdgrĂŒne Bergsee Lago di Tenno und der Lago di Ledro mit seinen unverbauten Ufern. Kleine Wander- und Badeparadiese, an denen sich Individualurlauber und Ruhesuchende treffen. Mountainbiker nehmen die alte Serpentinentour vom Ledro- bis zum Gardasee; geruhsamere GemĂŒter wandern durch das Ledro-Tal.
Traumdörfer & Zitronenplantagen: Auf einer Hochebene des Nationalparks Alto Garda Bresciano erstreckt sich die Gemeinde Tremosine mit ihren schmucken Ortschaften, die offiziell zu den schönsten Dörfern Italiens zĂ€hlen. Am âBalkon des Gardaseesâ kommen Wanderfreunde, aber auch Reiter und Mountainbiker auf ihre Kosten. Limone, etwas sĂŒdlich von Riva gelegen, verdankt seinen Namen zwar dem Wort âLimesâ (Grenze), wird aber heute mit der Zitrone gleichgesetzt, die hier ĂŒppig anbebaut wurde. Davon zeugen noch die Reste der âLimonaienâ, Zitronenplantagen mit GewĂ€chshĂ€usern, die teilweise besichtigt werden können (La Limonaie del Castell). Auch in den Auslagen der SouvenirlĂ€den ist die saure Frucht allgegenwĂ€rtig, zum Gefallen der oft in Scharen einströmenden Touristen.
Surfen, Nightlife & Jazz: Der nordöstlichste Zipfel des Gardasees gehört den Freunden des Windes: In TĂłrbole reihen sich Surfschulen und -center aneinander. NatĂŒrlich hat sich auch ein ausgeprĂ€gtes AprĂ©s-Angebot etabliert (Windâs Bar); in den einschlĂ€gigen Clubs und Diskotheken (Conca dâOro) wippen auch unsportlichere, aber szenebewusste GĂ€ste zu den Beats. Torbole ist auch eine Top-Anlaufstelle fĂŒr Mountainbiker â neben Verleihstationen gibt es zahlreiche WerkstĂ€tten und Shuttle-Services. Abwechslung von alledem bietet das Garda Jazz-Festival im Juni und Juli, das ĂŒbrigens jĂ€hrlich an wechselnden Orten stattfindet (auch in Riva und Arco).
Der BergrĂŒcken des Monte Baldo (2218 Meter) prĂ€gt das östliche Seeufer; im Sommer wie im Winter ein Ziel fĂŒr Aktivurlauber. (Hobby-)Botaniker schĂ€tzen seine endemische Pflanzenvielfalt. Rund um Bardolino liegen berĂŒhmte Wein- und Olivenanbaugebiete. Lazise wiederum ist fĂŒr seine riesigen VergnĂŒgungsparks bekannt.
Seilbahn & authentische Bergdörfer: Im Osten des Gardasees dominiert der BergrĂŒcken des Monte Baldo. Familien und Schwindelfreie fahren mit der Seilbahn zum Gipfel Monte Altissimo di Nago (Abfahrt ab Malcesine), wer die letzten Meter zu FuĂ schafft, wird mit Top-Aussichten und HĂŒttenzauber belohnt. Authentisch sind zum Beispiel die kleinen Dörfer der Gemeinde Brenzone. Manche sind nur ĂŒber steile Wege zu erreichen, andere liegen direkt am Wasser und bieten neben charmanten kleinen HĂ€fen regionale FischspezialitĂ€ten wie Gardasee-Sardine oder Gardasee-Aal. Nach Wandertouren in den Berg- und Waldgebieten schmecken vor allem die TrĂŒffel (Tartufi) aus der Region, aber auch andere Pilz-, Kastanien und Wildgerichte.
Pflanzenvielfalt & Botanischer Garten: âGarten Europasâ, so wird der Monte Baldo aufgrund seiner Vielfalt an Pflanzen genannt, darunter zahlreiche seltene und endemische (nur in der Region vorkommende) Arten. GebĂŒndelt lĂ€sst sich diese Vielfalt im angelegten Botanischen Garten (Ferrara di Monte Baldo) bestaunen, rund 700 Arten auf 12 000 Quadratmetern entzĂŒcken HobbygĂ€rtner, Profi-Botaniker und Urlauber, die einfach nur schauen möchten.
Wintersport: Im Winter tauschen viele Surfer ihr Brett gegen das Snowboard. Skifahren mit Blick auf den Gardasee, das geht an der Funivia Malcesine-Monte Baldo - mit elf Pistenkilometern und vier Liften ein ĂŒberschaubares Areal. Mehr Weitlauf bietet zum Beispiel die Provinz Ferrara Monte Baldo, die auch ĂŒber Langlaufloipen und eine eigene Snowbard-Piste verfĂŒgt.
Klassisches Sightseeing: Richtung Norden, am FuĂe des Monte Baldo, liegt das StĂ€dtchen Malcesine. Die gut erhaltene Burganlage mit eigenem Museum gehört auf die Sightseeing-Liste, auĂerdem die Barockkirche San Stefano und der Palazzo dei Capitani. In der Altstadt verstecken sich neben touristischen CafĂ©s und SouvenirstĂ€nden auch Bars, in denen vor allem Einheimische anstoĂen (Pub Vagabondo). Weinkenner zieht es eher nach Bardolino und von dort in das Hinterland der Region Valpolicella. Dazu gehört auch ein Besuch im Weinmuseum (Via Costabella 9) und dem Olivenölmuseum (Via Peschiera 54, beides in Bardolino).
Freizeitparks & Ausgehen: Nach den beschaulichen Olivenhainen und Weinbergen rund um Bardolino bietet sich dem Besucher, der weiter nach SĂŒden durch Lazise fĂ€hrt, ein Kontrastprogramm: Achterbahnen, Lasershows und Zwergenwelten - im âGardalandâ wird es laut, und das ist so gewollt. Vielköpfige Familien aus Italien und anderswo reisen auch wegen der Movieland-Studios (Stunt-Show, Spezial-Effekte) und dem Medieval Times (mittelalterliches Erlebnisrestaurant) an. Vom Trubel ungerĂŒhrt zeigt sich die Altstadt Lazises; vielleicht liegt es an der Festungsmauer, die den historischen Stadtkern umschlieĂt wie zu Ritters Zeiten. Rund um die Piazza Vittorio Emanuele lĂ€sst man einen guten Tropfen im Glas kreisen. In den Bars am Hafen gibt es raffinierte Sundowner (Alla Grotta, Gipiâs Bar).
Nur rund 50 Kilometer vom Nordufer entfernt, bietet der sĂŒdliche Gardasee ein ganz anderes Bild. Das sanft hĂŒgelige Seeufer öffnet sich hier weit, erinnert mitunter an das Meer. Im milderen Klima gedeihen Palmen und Oleander, lange StrĂ€nde und CampingplĂ€tze sĂ€umen Uferabschnitte. Die Halbinsel Sirmione gewĂ€hrt Einblicke in die römische Vergangenheit und ist ein beliebter Thermalkurort. Lebhaftes Treiben in Desenzano.
Strandleben, Familien & Camping: Mehr Palmen, weniger Wind als im Norden: Am mediterranen SĂŒdufer lĂ€dt der Gardasee zum Baden ein. Besonders lange StrĂ€nde (in der Regel Kies) gibt es zum Beispiel rund um das HafenstĂ€dtchen Manerba. Hier ragt die Landzunge Punta Belvedere in den See, von der aus man watend zur vorgelagerten Insel San Biagio gelangt. Malerische Badebuchten verstecken sich auch rund um Porto San Felice und Porto Portese. Da hier besonders viele CampingplĂ€tze das Ufer sĂ€umen, ist der SĂŒdwesten ein beliebtes Familienreiseziel.
WeinstraĂe, Oldtimer & Kartfahren: Von Bardolino am östlichen Seeufer kommend, fĂŒhrt die âStrada del Vinoâ ĂŒber die Orte Affi und Castelnuove bis nach Peischera, gepflastert mit WeingĂŒtern, die zur Visite einladen: Eine FĂŒhrung durch den Weinberg, Weinproben und Einkaufen beim Erzeuger. Manche der Höfe bieten zusĂ€tzliche AktivitĂ€ten an, zum Beispiel Reiten (La Basia in Puegnago del Garda). Mehr PferdestĂ€rken kommen jĂ€hrlich im Mai zum Zuge: Das legendĂ€re Oldtimerrennen Mille Miglia zieht Prominenz und Motor-Fans aus aller Welt an, wobei viele die Gelegenheit nutzen, sich und ihr GefĂ€hrt zur Schau zu stellen. Start ist in der Stadt Brescia, die Route fĂŒhrt dann ĂŒber Desenzano und viele kleine Orte, begleitet von ĂŒppiger Gastronomie und viel Trubel. Wer selbst Gas geben möchte, kann die auch in Lonato del Garda tun: Die dortige Kartbahn hat Format (South Garda Karting).
Römer-Ruinen & Thermalquelle: Ein Juwel am sĂŒdlichen Gardasee ist Sirmione. Die wunderschöne Altstadt thront auf einer Halbinsel, samt der Wasserburg mit ihrer ZugbrĂŒcke, Zinnen und TĂŒrmchen. Ein Museum informiert ĂŒber die Geschichte des Skaligerkastells, im angrenzenden Park gibt es lauschige PlĂ€tze mit Seeblick. Ein Sightseeing-Highlight sind auch die âGrotten des Catullâ, Ruinen eines römischen Landhauses aus dem zweiten Jahrhundert mit Ausstellung der archĂ€ologischen Funde. Dank seiner schwefelhaltigen Heilquelle ist Sirmione zudem ein beliebter Thermalkurort. In den WellnessbĂ€dern Catullo und Virgilio lassen stressgeplagte GroĂstĂ€dter und ruhesuchende Rentner sich seufzend in das Warmwasser- oder Schlammbad gleiten und das Seepanorama auf sich wirken.
Rund um SalĂČ und Gardone genieĂt man ohne auf den Cent zu schauen. Villen und Edelrestaurants inmitten ĂŒppiger Parkanlagen, ein Bummel ĂŒber den AntiquitĂ€tenmarkt in Gardone â das gefĂ€llt den hier residierenden Italienern, aber auch GĂ€sten, die mehr Beschaulichkeit und MuĂe schĂ€tzen.
Villen, PalĂ€ste & Kunst: Villen, PalĂ€ste und Parkanlagen: Am westlichen Ufer des Gardasees kĂŒsst man die MuĂe. Unter wohlhabende Italiener & Co. mischen sich Jachtbesitzer fĂŒr einen Tag sowie Normalsterbliche, die das Flanieren in schöner Umgebung und Kultur schĂ€tzen. In Gardone verzaubert der Botanische Garten des KĂŒnstlers Andre Hellers (Giardinio Botanico Hruska) mit seinen Wasserspielen und versteckten Plastiken. Ein Museum wurde ausschlieĂlich Jesuskindfiguren gewidmet (Museo Il Divino Infante); auf dem Anwesen (Vittoriale degli Italiani) des umstrittenen Dichters Gabriele DâAnnunzio wurde auch ein Kriegsmuseum untergebracht.
Luxusshopping & Gourmetparadies: In Gardone gefĂ€llt der AntiquitĂ€tenmarkt (samstags auf der Promenade, nur in den Sommermonaten). Weiter sĂŒdlich, in SalĂČ, lustwandelt man auf der lĂ€ngsten autofreien Ufermeile des Gardasees. Dahinter beginnt der historische Stadtkern, heute durchwebt mit Boutiquen italienischer Designer, schicken SchuhgeschĂ€ften und LĂ€den, in denen Espressomaschinen oder exklusive Lebensmittel (Melchioretti) angeboten werden. VorzĂŒglich sind auch die Restaurants (La Campangnola). Im Torre San Marco können GĂ€ste mit dem eigenen Boot anlegen - der historische Turm am See beherbergt eine Pianobar, ein Weinlokal und das Gourmet-Restaurant Villa Fioraliso. Mit Prunk wartet auch der spĂ€tgotische Dom von SalĂł auf: viel Gold, Stuck und ĂlgemĂ€lde. Auf dem Domplatz gibt es im Sommer klassische Konzerte; in der Szene-Disco (Absolute) wippt man zu modernen Beats.
Grafeninsel, Segelregatta & Golfen: SalĂł ist auch einer der StarthĂ€fen fĂŒr einen Bootsausflug der besonderen Art: Vor San Felice del Benaco liegt die Insel Isola del Garda, Wohnsitz der Grafenfamilie Cavazza. Von April bis Oktober ist die Insel fĂŒr FĂŒhrungen geöffnet, die von den blaublĂŒtigen EigentĂŒmern selbst angeboten werden. Neben der herrschaftlichen Villa im neogotisch-venezianischen Stil gibt es einen prachtvollen Park mit kunstvoll gestalteten Hecken und Pflanzen aus aller Welt zu bestaunen. Einer der gröĂten PalĂ€ste des Sees (Palazzo Bettoni) steht in Bogliaco, einem Dorf sĂŒdlich von Gargnano). Hier startet im September die âCentomigliaâ - die bekannteste Segelregatta des Gardasees, und in Richtung Toscolano Maderno befindet sich ein 18-Loch-Golfplatz.
Urige Kneipen, Wandern & Mussolinis Erbe: In Gargnano selbst geht es etwas bodenstĂ€ndiger zu. Es gibt urige Kneipen (Al Baccaretto) und gemĂŒtliche Lokale, oft ist das Ărtchen mehr Surfertreff als Touristenmagnet. Schöne Wanderungen sind im nahe gelegenen Nationalpark âAlto Garda Brescianoâ möglich. Ein ernsteres Thema ist die Hinterlassenschaft Benito Mussolinis, der zu Zeiten der faschistischen âRepublik von SalĂłâ die Villa Feltrinelli bewohnte.
Die gröĂte Stadt am Gardasee liegt im SĂŒden und bleibt mit rund 20 000 Einwohnern ĂŒberschaubar. Dank einer der schönsten Uferpromenaden, einer gut bestĂŒckten FuĂgĂ€ngerzone und regem Nachtleben ist das Menschenaufkommen jedoch viel gröĂer. Beim historischen Sightseeing gibt es Einblicke von der Steinzeit bis zum Mittelalter.
Nightlife & Romantik: Bunte Fassaden, schaukelnde Boote â an der alten Hafenmole (Porto Vecchio) erinnert Desenzano eher an ein Fischerdorf. Der Romantik-Pegel schlĂ€gt hoch aus, weshalb viele Verliebte und solche, die es werden wollen, sich hier in den Abendstunden einfinden. Man trifft sich in den Bars (Gelateria Cristallo) und zieht dann weiter durch die nĂ€chtliche FuĂgĂ€ngerzone und in die Diskotheken des Umlands (Discoteca Mazoom, Circus Beat Club in Brescia).
Einheimische, MĂ€rkte & urbanes Shoppen: In der Shoppingmeile von Desenzano (nahe Hafen) zeigen sich gut gekleidete Italiener und vergleichsweise wenige Touristen; neben Boutiquen gibt es gut sortierte Lebensmittel-GeschĂ€fte (Olivenöl aus der Region). Zum Cappuccino trinken und Schauen ist die Piazza Matteotti ein beliebter Ort. Lohnend sind auch die MĂ€rkte in der Altstadt (AntiquitĂ€ten, Obst und GemĂŒse). Wer es moderner mag, fĂ€hrt ein StĂŒck Autobahn: Richtung Lonato gibt es ein groĂes neues Einkaufszentrum mit mehr als 100 GeschĂ€ften (Il Leone di Lonato).
Historisches Sightseeing: Kunstliebhaber kommen am Dom Santa Maria Maddalena nicht vorbei, wo berĂŒhmte ĂlgemĂ€lde wie das âLetzte Abendmahlâ von Giambattista Tiepolo und die âKreuzabnahmeâ von Francesco Zugno zu bewundern sind. Unweit davon die Römische Villa mit Mosaikböden aus dem dritten Jahrhundert. Das archĂ€ologische Museum an der UferstraĂe wurde in einem ehemaligen Kloster untergebracht. Zu sehen gibt es unter anderem Relikte aus der Steinzeit-Ăra des Gardasees. Die Tour fĂŒhrt schlieĂlich hinauf zum Castello - die mittelalterliche Burg sollte man schon wegen der schönen Aussicht nicht verpassen.
Am nördlichen Seeufer ist Riva das touristische Zentrum. Einst zu Ăsterreich gehörend und inmitten der Berge liegend, besitzt es den Charakter Tiroler Urlaubsorte und versprĂŒht zugleich mondĂ€n-italienischen Charme. Entsprechend entzĂŒckt gibt man sich zwischen Burg und Jachthafen. Es gibt aber auch das ganz andere Riva â etwa den Surfer-Treff, beim Mountainbike-Festival und zum jĂ€hrlichen Festival des Internet-Blogs
Stadtstrand, Szene-Bars & Promenadenbummel: GeprĂ€gt von reisenden Denkern und Literaten (Nietzsche, Kafka, Thomas Mann) und österreichischer Herrschaft, zugleich typisch italienisch â Ă€hnlich vielschichtig wie die Vergangenheit Rivas ist das Publikum. Der lange Stadtstrand zieht Familien an; die Winde am See gehören den Surfern, das Hinterland den Mountainbikern. So trifft man an der Promenade und in der Altstadt auf ein bunt-touristisches Völkchen, das seine Nischen findet. Jugendliche zieht es in Szene-Bars (Il Vecchio Porto), Ă€ltere GĂ€ste bevorzugen die Trentiner KĂŒche (La Montanara), andere schnuppern in die historischen Gassen und bleiben, wo es gefĂ€llt.
Blogger- & Sportlertreff: Die internationale Mountainbike-Szene erobert Riva im FrĂŒhjahr: Zum Bike Festival Garda Trentino im FrĂŒhjahr sieht man hier vor allem gestĂ€hlte Körper, ZweirĂ€der und viele Helme â vor allem rund um das MessegelĂ€nde am Palazzo Congressi. Ganz anders das Bild beim Blogger-Festival, wenn Internetfreaks ihren heimischen PC gegen den Gardasee eintauschen (Ende September/Oktober).
Sightseeing & NaturdenkmĂ€ler: Mehr als ein schöner Ort zum Kaffetrinken ist die Piazza 3 Novembre mit ihren Arkaden und dem mittelalterlichen Stadtturm. Stadtgeschichte offenbart auch die von einem Wassergraben umgebene Festungsanlage mit Museum; auĂerdem gibt es in Riva einige sehenswerte Kirchen aus Romanik und Barock (San Tommaso di Canterbury, Chiesa dellâ Inviolata, Santa Maria Assunta). Nördlich von Riva lohnt ein Ausflug zum Varone Wasserfall, der sich aus fast 100 Metern Höhe in eine Höhle stĂŒrzt (Grotta Cascata), zu finden an der NationalstraĂe 421 in Richtung Ponte Arche.
Anreise: Mit seiner mediterraner Vegetation und einem mit dem Mittelmeer vergleichbaren Klima ist der Gardasee ein beliebtes Reiseziel fĂŒr Urlaub mit dem eigenen Auto. Je nach Wohnort erfolgt die Anreise zum Gardasee ĂŒber FĂŒssen und die beiden AlpenpĂ€sse Fernpass und Brenner bzw. die Inntalautobahn zum Brenner. Ausfahrten an den Gardasee sind Rovereto und Affi. Alternativ kann die Route durch den Gotthardtunnel und die Autobahn A2 Milano-Venezia gewĂ€hlt werden. Mögliche Ausfahrten sind Desenzano und Peschiera. Wer mit dem Flugzeug anreisen möchte, landet am besten auf dem Aeroporto Valerio Catullo bei Verona. Die 12 km ins Stadtzentrum von Verona legt man vom Flughafen aus bequem mit Taxi oder Bus zurĂŒck. Mit einem Mietwagen kann man auĂerdem die ganze Region rund um den schönen Gardasee erkunden.
Kontrastreich, aber touristisch: So verschieden wie seine Ufer in den vier Himmelsrichtungen sind auch Stimmung und Publikum am Gardasee. Die Familie, die sich unwissenderweise im geruhsamen Gardone einbucht, könnte sich genauso fehl am Platz fĂŒhlen wie der Mountainbiker in Sirmione (oder es zumindest am Portemonnaie spĂŒren). Dennoch gibt es hier keine TrennwĂ€nde â der See lebt von seinen Touristen, die in der Regel ĂŒberall willkommen sind. Wer all seine Gesichter kennenlernen möchte, macht am besten gleich eine Rundreise â aber möglichst zu passenden Zeiten.
Einheimisches Reiseziel: Wie ĂŒberall konzentriert sich auch am Gardasee der Andrang zu Ferienzeiten. Wer selbst Familie hat, kann sich oft kaum eine andere Zeit aussuchen, doch eines sollte man vermeiden: Mitte August anreisen â dann hat auch ganz Italien schulfrei. Und: Weil viele Einheimische Ziele wie das Gardaland auch gerne fĂŒr einen Wochenendausflug nutzen, sollten AuswĂ€rtige solche Highlights möglichst an anderen Tagen einplanen â es spart langes Anstehen und mildert den Verkehrsinfarkt auf den ZufahrtstraĂen.
Schick & stilvoll: In Italien weiĂ man sich zu kleiden, was oft auch am Strand und in vermeintlich dresscodefreien Zonen zu spĂŒren ist. Mit Badelatschen ins CafĂ© oder in die Boutique? FĂŒr viele Landsleute undenkbar. Wer nicht als âtypischer Touristâ durchgehen möchte, schmeiĂt sich in Schale und bestellt vor allem nicht konsequent auf Deutsch â ein paar italienische Floskeln schaffen Sympathien. Beim Kirchenbesuch gilt grundsĂ€tzlich: Schultern bedecken.
| Wichtiges zu Gardasee-Hotels auf einen Blick | |
|---|---|
| Beliebtes Wellnesshotel: | Du Lac Et Du Parc Grand Resort |
| Beliebtes Boutique Hotel: | Boutique Hotel Villa Sostaga |
| Beliebtes Weingut Hotel am Gardasee: | L'Unicorno Agriturismo |
| Ein Hotel direkt am Seeufer: | Villa Tempesta |
| Besucherhighlight: | Wasserburg von Sirmione |
| NĂ€chster Flughafen: | Flughafen Verona |
| Bei Aktivurlaubern beliebter Ort: | Nago-Torbole |
| Bei GenieĂern beliebter Ort: | Bardolino |
| Bei Familien beliebter Ort: | Lazise |
Jedes Ufer hat seinen eigenen Charakter: Im jungen Norden treffen sich Aktivsportler z.B. im Ort Arco. Limone (der Zitrone gewidmet) ist ein beliebter Urlaubsort. Im Osten sind die beliebtesten Orte am Gardasee Bardolino und Lazise. Im mediterranen SĂŒden lockt dagegen die Halbinsel Sirmione mit Sightseeing und Thermalquellen. Im Westen sind es der luxuriöse Ort Gardone Riviera und Gargano - ein Hot Spot der Surferszene. Die gröĂten und beliebtesten StĂ€dte sind Desenzano (SĂŒden) und Riva del Garda (nördliches Seeufer).
Der nĂ€chstgelegene Flughafen ist der Flughafen Verona (Aeroporto Valerio Catullo di Verona). Von hier aus kommt man schnell & bequem zum Gardasee, denn der liegt dann nur noch knapp 25 Kilometer vom Flughafen entfernt. Dank Shuttlebussen und Zugverbindungen, kommt man gut ans Ziel, empfehlenswert ist aber auch ein Mietauto. Und je nach Abfahrtsort - wie z.B. MĂŒnchen - lohnt sich aber auch allemal eine Anreise mit dem Zug. Die Orte sind innerhalb von ca. 4,5 Stunden schnell erreicht.
Die beliebtesten Hotels am Gardasee sind das Casa Alla Lega, das Boutique Hotel Villa Sostaga, das Boutique Hotel Villa dei Campi sowie das Hotel Baia D'Oro und das ARCOLIVE Agrisuite | Adults only.
Die Villa Tempesta besitzt eine eigene Badebucht, vom Hotel Du Lac et du Parc Grand Resort sind es nur 100 Meter bis zum Seeufer, die Hotels Hotel Baia D'Oro und das Relais Speranzina liegen praktisch direkt am Wasser.
Das beliebteste Wellnesshotel ist das Lefay Resort & SPA Lago di Garda mit Spa-Bereich mit Gardasee-Blick.
Das Hotel Holiday IV Gardan verfĂŒgt ĂŒber eine Kinderspielecke und einen AuĂenspielplatz, im Hotel Caesius Thermae & Spa Resort gibt es neben einem kinderfreundlichen Restaurant auch Kinderbetreuung, wĂ€hrend die Eltern den Spa-Bereich genieĂen.
Diese Hotels am Gardasee haben einen Wellnessbereich und bieten alles rund um das Thema Erholung & Wohlbefinden: Du Lac Et Du Parc Grand Resort und Boutique Hotel Villa dei Campi sowie auch Boutique Hotel Villa Sostaga.
Den allerbesten 5-Sterne-Komfort finden Sie in diesen Luxushotels am Gardasee: Park Hotel Imperial, aber auch im Hotel Lefay Resort & Spa Lago Di Garda oder Hotel Lido Palace.